Christine Spieler

Persönliches:

19 Jahre
Abitur 2018, FSJ in der Mongolei
AK Asyl (u. a. Familienpatin)

Ich wurde am 11. April 2000 in Frankfurt/Main geboren, habe drei Geschwister und meine Eltern arbeiten im Bibliothekswesen. Beinahe mein komplettes Leben wohne ich bereits in Metzingen und habe zunächst von 2006 bis 2010 die Sieben-Keltern-Schule und dann von 2010 bis 2018 das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium besucht, welches ich erfolgreich mit dem Abitur abgeschlossen habe.

Danach habe ich in Kooperation mit der Deutschen UNESCO Kommission, dem Auswärtigen Amt, der Zentralstelle für Auslandsschulwesen und dem Pädagogischen Austauschdienst mein halbjähriges FSJ in Ulaanbaatar/Mongolei begonnen, wo ich in einer Gesamtschule als Lehrerin sowie pädagogische Aushilfskraft tätig war.

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Sozialpolitisches Engagement:
Seit September 2015 arbeite ich ehrenamtlich im Arbeitskreis Asyl, wobei ich hauptsächlich die Bereiche Familienarbeit, Deutschnachhilfe und Kinderbetreuung abdecke, aber auch die Betreuung einzelner junger Erwachsener fällt in meinen Aufgabenbereich. Zusammenleben, anstatt nebeneinander her ist mein Ziel. Meine persönlichen Interessen liegen vor allem im Bereich der Gleichstellung und -berechtigung, Empowerment, Integration, Chancengleichheit, Inklusion sowie Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Dabei finde ich es wichtig, sämtliche Bevölkerungsgruppen aufzuklären und ihnen die Möglichkeit zu bieten, sich selbst eine politische Meinung zu bilden. Als Grundlage aller politischer Diskussionen und Entscheidungen muss beachtet werden, dass niemand aufgrund von Geschlecht, Gender Identity, sexueller Orientierung, Glauben, Alter, Herkunft, Erscheinungsbild und Äußerlichkeit, Nationalität, Behinderung, Sprache, Abstammung, sowie religiöser und politischer Anschauungen benachteiligt, ausgeschlossen oder missachtet werden darf. Meines Erachtens ist es wichtig, sämtlichen Bewohnern unserer Stadt eine Stimme zu geben und die Rechte und Gefühle anderer zu beachten. Dabei sollten relevante Themen wie behindertengerechte Zugänge zu sämtlichen Einrichtungen und Orten, Umgang mit Ausgrenzung und aktive Integrationsarbeit nicht in den Hintergrund gedrängt werden. Ich setze mich dafür ein, dass Diversität und Gleichberechtigung nicht nur auf dem Papier existieren, sondern tatsächlich auch lebhaft diskutiert und berücksichtigt werden.

Aus eigener Erfahrung finde ich Kooperationen mit Schulen und anderen Bildungseinrichtungen äußerst sinnvoll und effektiv. Politik gehört in Klassenzimmer, und zwar nicht nur der theoretische Teil. Wenn wir erreichen möchten, dass sich auch in Zukunft Menschen finden, die sich lokal in unsere Politik einbringen, können wir das nicht dem Zufall überlassen. Daher ist es essentiell, dass alle Menschen in Metzingen, egal ob jung oder alt und egal welchen sozialen Hintergrunds, in Entscheidungen eingebunden bzw. berücksichtigt werden.

Umweltpolitisches Engagement:
In Metzingen setze ich mich für mehr Geschwindigkeitsbegrenzungen in Form von Tempo-30-Zonen o.ä. ein. Der Fokus soll auf einem Metzingen liegen, das auch in Zukunft sicher und angenehm für Fußgänger, Fahrradfahrer, Kinderwägen sowie Mobilitätshilfen ist. Ich sehe keine Notwendigkeit, in einer Kleinstadt wie Metzingen jeden Ort mit dem Auto erreichen zu müssen, außer natürlich für Rettungs- und Hilfskräfte. Das heißt aber nicht, dass keine verkehrsberuhigten Bereiche oder prinzipiell autofreien Zonen existieren dürfen.
Ich befürworte den Ausbau von Angeboten wie Carsharing, Rental Bikes oder anderer Teilgebiete der Sharing Economy.

Das muss gesagt sein:
Meiner Ansicht nach lebt unsere Demokratie von der Vielfalt der Stimmen. Jemandem zuzustimmen, nur um den lokalen „Frieden“ zu wahren, sehe ich als äußerst problematisch. Ich möchte nicht für andere Menschen sprechen, sondern anderen die Möglichkeit geben, selbst zu sprechen. Bevormundung gehört nicht in die Politik, ganz gleich durch wen und aus welchen Gründen. Meine Priorität ist daher, mit Betroffenen zu sprechen, anstatt über sie.
Persönlich bin ich kein Fan davon, um den heißen Brei herumzureden. Ich finde es wichtig, die Arbeit des Gemeinderats transparent und verständlich für Außenstehende aufzubereiten. Dabei sollten auch soziale Netzwerke nicht missachtet werden und Aktionen durchgeführt werden, die der Bevölkerung die Kommunalpolitik näher bringen.